Der Markt von Pisaq

Wir tauchten ein ins heilige Tal und bewunderten die Terrassenanlagen an den Berghängen. Das Tal selber war wieder etwas grüner und von der Landwirtschaft geprägt. Wir wollten den berühmten Markt von Pisaq besuchen und fuhren in die kleine Stadt über der ebenfalls eine alte Inka Ruine thronte. In dem Ort sprudelte es vor Leben. Es war Sonntag und das Markttreiben war in vollem Gange. Bereits früh am Morgen erreichen die ersten Händler aus den umliegenden Orten Pisaq, um ihre Waren anzubieten. Der Markt teilt sich in zwei verschiedene Märkte. Zum einen gibt es den touristischen Markt, der neben vielen einheimischen Textilien verschiedene Souvenirs und andere interessante Dinge bereithält. Hier tummelten sich allerdings mehr Einheimische wie Touristen.

Wir verbrachten viel Zeit, probierten die eine oder andere Köstlichkeit aus den heimischen Öfen und bestaunten die vielen Kunstgegenstände. Es gab so vieles zu entdecken. Beeindruckend waren die Einheimischen, die mit ihren traditionellen Kleidern ihren Geschäften nachgingen oder die Meerschweinchen, die zum Verkauf angeboten wurden. Wie wir dann aber auf den eigentlichen Markt kamen verschlug es uns die Sprache. Überall wimmelte es vor kleiner bunter Menschen. Auf blauen Plastiktüten wurden die Früchte und Lebensmittel der Einheimischen angeboten. Man konnte selbstgebaute Besen und Holzlöffel kaufen. Frauen saßen vor unzähligen Näpfchen mit den intensivsten Farbpulvern die ich je gesehen hatte. Es gab Mais in den unterschiedlichsten Varianten, teilweise so groß wie Süßkirschen oder Cocktailtomaten. Wir bahnten uns einen Weg durch das Gewimmel. Einfach Irre!

Als wir dann durch die engen Gassen zurück zu unserem Auto liefen, konnten wir in die Hinterhöfe und in die Häuser sehen. Es war immer wieder erschreckend in welcher Ärmlichkeit die Menschen hier leben. Trotz der Touristen, die vor allem Cusco und Umgebung besuchten gab es so viel Elend in dieser Gegend. Wie mag es erst in den entlegenen Gebieten dieses Landes zugehen?